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Ich blieb drei Nächte auf dem Campingplatz in Dawson City. Die Infrastruktur dieses Campingplatzes in der Stadt scheint mir besser zu sein als die des Campingplatzes, auf dem ich die letzten Male war. Kurz traf ich Regina und Berthold wieder. Sie werden nach Alaska weiterfahren. Mein Ziel ist der Arktische Ozean im Norden Kanadas. Diesmal möchte ich langsamer nach Tuktoyaktuk fahren als vor drei Jahren. Vollgepackt fahre ich erst 40 Kilometer den Klondike Highway entlang bis zur Abzweigung auf den Dempster Highway. Am Anfang der 870 Kilometer langen Schotterstrasse stelle ich die Stossdämpfer auf weich und lasse 10 % Luftdruck aus den Reifen. So ist das Fahren angenehmer.

Dawson City CampingDawson CityDawson City

Dawson CityDawson City YukonDempster Hwy
Der Wetterbericht ist schlecht. Erst in ein paar Tagen soll es weniger regnen und die Sonne soll scheinen. Hier herrscht keine Hitzewelle wie in Europa.

Dempster HwyNorth Klondike TrailNorth Klondike Trail

North Klondike TrailNorth Klondike TrailNorth Klondike Trail
Ich habe mir das kurze Ziel gesetzt, bis zum Besucherzentrum des Tombstone-Parks zu fahren. Dort richtete ich mich auf dem Parkplatz ein. Es gab keine Schilder, die das Übernachten verbieten. Ich spazierte eine kleine Runde, bis es anfing zu regnen. Gegen Abend kam ein Pick-up der Parkverwaltung. Die Frau schickte mich weg. Auf dem dazugehörigen Campingplatz gäbe es noch Platz. Hier dürfe man nur übernachten, wenn der Campingplatz voll ist. Einige Plätze kann man im Voraus reservieren, andere sind frei verfügbar. Da die frei verfügbaren Plätze belegt waren, stellte ich den Van auf einen freien Reservierungsplatz und bezahlte. Alles läuft ohne Personal über Selbstregistrierung. Eine halbe Stunde später kam jemand, der den Platz über das Internet reserviert hatte. Mit leichter Frustration stellte ich den Van auf einen Parkplatz innerhalb des Campingplatzes.

North Klondike TrailNorth Klondike TrailNorth Klondike Trail
Am Morgen war das Wetter besser. In der Nacht hatte es in den Bergen geschneit. Die Schneegrenze war tiefer als am Abend. Ich spazierte dem North Klondike River entlang. Etwa zwei Kilometer vom Campingplatz entfernt lag eine dicke, feste Schneeschicht über dem Bach. Irgendwann war der Weg mir zu hoch überwachsen, also kehrte ich um. Es war ein schöner, abwechslungsreicher Spaziergang.
Auf der Strecke nach Tuktoyaktuk müssen der Peel River und der Mackenzie River jeweils mit einer Fähre überquert werden. Im Besucherzentrum erfuhr ich, dass die Kabelfähre über den Peel River wegen Hochwassers ausser Betrieb ist. Wie lange dies dauern würde, konnte mir die Frau am Schalter nicht sagen.

North Klondike TrailNorth Klondike TrailDempster HwyMein Tagesziel war der Engineer Creek Campground. Kurz nach dem Tombstone-Besucherzentrum steigt die Strasse zum North Fork Pass an. Mit 1340 m über dem Meeresspiegel ist das der höchste Punkt der Dempster-Highway.

Dempster HwyTwo Moose LakeDempster Hwy
Beim Two Moose Lake traf ich zwei französisch sprechende Frauen. Sie waren mit ihren vollgepackten Velos auf dem Weg nach Tuktoyaktuk. Sie waren froh, dass das Wetter besser und trockener geworden war. Der Windy Pass Summit ist mit 1.080 m der zweite Pass. Die Strasse folgt dem Engineer Creek, der durch verschiedene Mineralien braun-orange gefärbt ist. Nach einer Kurve sah ich etwa 100 Meter vor mir ein paar Dall-Schafe mit Lämmern. Sie rannten vor mir weg, die Strasse entlang. Ich hielt an, da ich sie nicht jagen wollte. Da blieben sie auch stehen. Als ich langsam weiterrollte, rannten die Schafe weiter. So ging es ein paar Mal hin und her. Irgendwann verliessen sie die Strasse und gingen den steilen Hügel hinauf. Dann hatte ich wieder freie Fahrt. Auf 600 m liegt der Engineer Creek Campground. Auf der anderen Bachseite befindet sich die Felswand des Snapper Hill. Ich fuhr eine Runde durch den Campingplatz. Es war niemand dort und alles war sehr nass. Auch wenn 20 CA$ (11.40 CHF bzw. 12.35 €) nicht viel sind, war mir der Preis für den nassen, schattigen Platz doch zu hoch. Ein paar Hundert Meter weiter stellte ich den Van auf einem offenen, trockenen Platz ab.

Dempster HwyDempster HwyDempster Hwy
Der weitere Verlauf der Dempster Highway ist eine Panoramastrecke. Die Strasse schlängelt sich auf einem Hügelzug entlang. Einen schönen Ausblick hat man vom Oglivie Ridge Viewpoint aus. Bis zur Versorgungsstation Eagle Plains ist der Zustand der Strasse sehr unterschiedlich. Angenehm fahrbare Abschnitte wechseln sich mit Schlaglochpisten ab. Eagle Plains wird zur Wartestelle, bis die Fähre über den Peel River wieder in Betrieb ist. Einige Lkws kuppeln ihren Aufleger ab und fahren zurück. Ich habe beschlossen, zwei Nächte hier zu bleiben und dann weiterzusehen. Hier gibt es auch freien Internetzugang.

Dempster HwyDempster HwyDempster Hwy
Manchmal mache ich dumme Fehler. Um besseres Internet im Van zu haben, stellte ich ihn näher zum Eingang von Eagle Plains. Ich habe zwar darauf geachtet, dass alle Schränke wirklich verriegelt sind, aber ich habe das wenige Wasser im Waschbecken nicht abgelassen. Es kam, wie es kam. Beim Umparken schaukelte der Van und das Wasser klatschte so im Becken, dass ein grosser Teil meines Teppichs nass wurde. Das Wetter war mir gnädig, es war um die 20 °C und sonnig. Alles trocknete wieder.

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Es kamen kaum Leute. Vermutlich hat sich herumgesprochen, dass die Fähre nicht fährt. Im Internet schaute ich nach, was der genaue Grund ist. Beim letzten Hochwasser riss das Kabel und die Fähre wurde flussabwärts getrieben. Das könnte länger dauern.

Eagle PlainsEagle PlainsEagle Plains

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Mittwoch, 08. Juli 2026

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